Dialog
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00:00:08: Auf eine gute Zukunft in Unternehmen und Organisation.
00:00:12: Existenzieller werden, in Führung und Coaching.
00:00:16: unser existenzieller Podcast mit Professor Alfred Legner und Christian Kuhlmann.
00:00:24: Alfred schön dich zu sehen denke du sitzt in Wien?
00:00:27: Ja
00:00:30: Und wahrscheinlich schon wieder von einem Termin zwischen dem nächsten Termin.
00:00:37: Mit Weile, also gemütlich.
00:00:41: Mit Weiner!
00:00:43: Das ist ja was uns Führungskräften manchmal etwas abgeht das mit weilen zwischen den Terminen zu sein.
00:00:51: Führungskräfte arbeiten mit Terminen und Terminkalender und terminieren.
00:00:57: Terminus ist die Grenze des Ende Und ich arbeite mit Verweilzeiten.
00:01:05: Wir haben jetzt eine Verweillzeit mit dir und keine Termin aus meiner Sicht.
00:01:10: Ja, guck mal an!
00:01:13: Vielleicht wäre es gut, Verwealkalender einzuführen.
00:01:16: Das wird eine große Branche werden?
00:01:18: Das
00:01:19: würde einer großen Branche sein.
00:01:21: Schön
00:01:22: zu sehen wir haben unseren Podcast damit ausgerichtet unseren Zuhörern und unseren Zuschauern Ideen zu geben.
00:01:29: Wie können Sie existenzieller führen, Coaching auch beraten in Unternehmen aber auch in anderen Organisationen?
00:01:38: Und haben uns heute das Thema Dialog vorgenommen.
00:01:43: Aber zunächst was ist eigentlich aus deiner Sicht existenziell werden in Unternehmen und Organisation?
00:01:51: Was bedeutet das?
00:01:54: Ja, der Begriff existenziell ist natürlich in einer Richtung die sich Existenzanalyse bezeichnet.
00:02:03: Die Mutterschieds- und Psychoanalyse oder Daseinanalysen ein zentrale Begriff.
00:02:10: was heißt das existenzielle?
00:02:12: Also existieren heißt nun einfach mal es gibt.
00:02:17: auf dem Mond existieren keine Menschen aber auf der Erde existieren Menschen.
00:02:24: Ich existiere heißt ich bin da, es gibt mich.
00:02:29: Existieren hat also einen Seinsbezug, das Dasein und da geht es um mein Leben, mein Daseint.
00:02:41: Existenziell ist alles wo es um Mein Daseing geht.
00:02:46: wenn ich auf das Existenzminimum gepfändet werde dann ist mein Dasein erheblich betroffen.
00:02:54: Aber ich kann noch überleben, existieren, das Minimum um existieren zu können und auf der Welt bleiben zu können.
00:03:03: Existenz?
00:03:04: Existenziell ist also immer auf mich bezogen, auf meinen Daseinen bezogen.
00:03:10: Da geht es um die Wurst, da geht's um den Kern des Seins- und Überlebens und um mich darin.
00:03:20: Ich existiere natürlich nicht nur körperlich und physisch, das ist die Basis.
00:03:25: Das ist sozusagen das Chassis, dass mich fährt und in dem ich lebendig bin.
00:03:33: Und ich existiere auch mit einem Leben, mit Gefühlen.
00:03:37: Ich existere als ich, der einfach anders ist und sich unterscheidet von jedem anderen Menschen und der für sich selbst verantwortlich ist, ich existiere auch im Hinblick auf mein Werden, auf meine Zukunft.
00:03:52: Auf einen Sinn!
00:03:53: Und so falten sie gleich mit dem Begriff existenziell auf eine vierfache Bezogenheit.
00:04:03: Vier Himmelsrichtungen von physisch... gefühlsmäßig, emotional.
00:04:11: Selbstbezug und Kontextbezug singen Bezug existenziell mein Leben betreffend, mein Dasein betreffen.
00:04:22: Existenzieller führen heißt dann also so führen dass die Menschen in ihrem Daseinn mit einbezogen sind, angesprochen sind, sich entfalten können.
00:04:35: Sich einbringen können, sich selbst wirklich einbringen kann.
00:04:39: Das ist existenzieller
00:04:40: führen.".
00:04:42: D.h.,
00:04:43: würdest du dann sagen es braucht in Organisationen wenn man existenziell erlebt und führt mehr Mensch als Rolle?
00:04:52: Ja unbedingt ganz genau!
00:04:53: Du hast eine wichtige Differenzierung die du vornimmst.
00:04:57: Existenzrollen sind nicht existenzielle.
00:05:00: Rollen werden gespielt.
00:05:04: Man spielt eine Rolle im Unternehmen oder man spielt keine Rolle im Unternehmen, aber wenn ich für eine Persönlichkeit bin im Unternehmen dann bin ich da existenziell die.
00:05:19: Ich habe ja eine Strahlkraft eine Willkung.
00:05:25: Man nimmt mich wahr in meinem Dasein, mit meinem Gewicht.
00:05:29: Mit meiner Kraft und Kreativität und mit einer Authentizität, dass ich also echt da bin!
00:05:39: Und wenn ich echt bin, dann spiele ich keine Rolle sondern dann bin ich Ich.
00:05:45: natürlich muss man fairerweise sagen die anderen sehen mich in einer Funktion.
00:05:54: der Führungskraft oder das Teamleiter, Kassiers in einem Verein.
00:06:02: Da habe ich Funktionen.
00:06:04: Dafür passt der Begriff Rolle.
00:06:06: aber diese Rollen, diese Hülsen sollen ausgefüllt werden von der Persönlichkeit des Menschen, der sie
00:06:17: macht.".
00:06:20: Das ist ja was du sagst uns so wichtig dass wir mehr die Person und den Menschen auch in den Fokus nehmen, wenn wir in Organisationen führen zusammenarbeiten.
00:06:32: Themen bearbeiten, dass wir es nicht nur spielen
00:06:37: sondern
00:06:37: kentisch tun.
00:06:39: Ja!
00:06:40: Dass wir keine Rolle spielen und die Funktionen durchziehen vielleicht nach Vorschrift und alles ganz korrekt aber Ich bin nicht greifbar als Person dahinter.
00:06:57: Das ist frustrierend für Mitarbeiter und darum wollen wir ja, dass Menschen sich mit ihrem Dasein – also die, die sie sind – mit ihren potenzialen Fähigkeiten einbringen können.
00:07:15: führen heißt er nicht abwickeln von Ableifen oder Planen oder solche Sachen, das sind Begleiterscheinungen.
00:07:25: Führen heißt es mit Menschen zu tun zu haben.
00:07:29: Menschen die jeder Mensch hat einen eigenen Willen.
00:07:34: Jeder Mensch hat eine Freiheit.
00:07:36: Er kann ... er muss das nicht tun was er tut außer er will das tun.
00:07:43: Und darum ist Führung sehr viel Motivationsarbeit und das beruht auf Beziehungsarbeit.
00:07:51: Und Beziehungen geht besser, wenn ich persönlich auch zugegen bin... ...und wenn ich eine gute Beziehung zu mir habe!
00:07:59: So in Beziehion mit den anderen bin.
00:08:02: Dann sind die Leute dabei machen mit.
00:08:05: Es gibt Probleme, es tauchen immer wieder auf und passiert mal was.
00:08:10: Aber wenn eine Beziehung da ist und wenn ich als Persönlichkeit greifbar bin, mich auch zeige wie ich die Informationen verarbeite.
00:08:23: Was mir wichtig ist, worunter ich vielleicht ein Problem habe oder sogar leide.
00:08:31: da in kluge Form mich so gegenwärtig mache, also in die Existenz bringe, existenziell präsent bin.
00:08:40: Dann motiviert das die Mitarbeiter und dann haben wir eine ganz andere Atmosphäre.
00:08:46: Wir haben eine persönliche Atmosphere im Unternehmen bei aller Sachlichkeit, bei allen Vorgaben und Limitierungen und Finanzierungsproblemen und Personalproblemen, die auch in Unternehmen natürlicherweise da sind.
00:09:02: aber der Atmosfere ist anders.
00:09:05: man hat wie ein Wenn man einen Tropfen Öl auf die Radnabe gibt, dann dreht sich das Rad wieder leichter.
00:09:13: Wenn wir so von Person zu Person sind, wenn ich als Führungskraft mich auch zeige in dem was mir wichtig ist und wo ich ein Problem habe oder anstehe und die anderen dialogisch Einlade mitzumachen die Sache voranzubringen.
00:09:39: Existenzieller werden in Ordnation bedeutet, am Ende mit Menschen viel mehr zu arbeiten und nicht eben nur mit Funktion und Rolle wie du sagst?
00:09:49: Ja und nicht nur Aufgaben durchzuziehen um Projekte zu planen und aufzugleisen sondern dies im Vordergrund den Menschen dabei sehen.
00:10:04: Mit wem mache ich das?
00:10:05: Wem möchte ich dabei haben, mit wem ist es etwas schwieriger?
00:10:09: und wie kann ich das wo es schwierig ist mit den Menschen ansprechen.
00:10:14: Wenn eine Schwierigkeit zu haben heißt ja nicht gleich aufgeben zu müssen sondern da mal ran an den Feind sozusagen und das Problem auf dem Tisch legen und sagen du mit dem und dem habe ich ein Problem bei dir... Das fällt mir nicht so leicht.
00:10:30: Kannst du mir dazu ein bisschen was sagen, warum das bei dir ist und was du dir da denkst damit ich dich etwas besser verstehen kann?
00:10:38: Und dann kommen wir schon ins Gespräch.
00:10:40: und wenn es gar nicht geht soll dieser Mensch in einem anderen Projekt tätig werden und nicht den
00:10:46: meinen.".
00:10:47: Ich glaube das ist noch mal ein wichtiger Aspekt den du sagst weil... ...ich erlebe es oft dass der Mensch im Mittelpunkt verwechselt verwechselt wird mit so etwas wie.
00:10:58: man muss die Bedürfnisse der Menschen befriedigen, man muss es den Menschen schön machen und leicht machen.
00:11:04: Das ist damit nicht gemeint, sondern sich wirklich gucken als Mensch in die Begegnung und ins Gespräch zu kommen.
00:11:14: Zu den wichtigen Themen.
00:11:15: Ja
00:11:16: das ist was sehr wichtiges, was du ansprichst und sehr modern ist.
00:11:24: Sozusagen ein Fußvolkpsychologie, man muss den Menschen Bedürfnisse befriedigen und da entgegenkommen oder immer nett sein.
00:11:35: Nein!
00:11:36: Echt sein nicht nett sein.
00:11:38: Und echt sein heißt auch aussprechen wo ein Problem ist und Probleme anzugehen und Nichtprobleme zu vermeiden.
00:11:47: Kind ist, die Augen zuzumachen vor Problemen im Glauben.
00:11:51: Dann gibt es sie nicht mehr.
00:11:53: das machen Kinder mit zwei Jahren.
00:11:55: aber Erwachsensein heißt sich den problemen stellt und die Probleme sind ja eigentlich nicht so sehr Probleme als Herausforderungen.
00:12:04: Die wollen was von mir.
00:12:06: da kann ich auch zeigen Was ich drauf habe welche Potenziale in mir sind.
00:12:12: Da kann Ich wachsender und da Kann Ich etwas verbessern und vermehren Und das ist eben eine sehr schöne Führungsarbeit, wenn ich so mich einbringen kann.
00:12:25: Jetzt ist unser Thema des Dialoges ja
00:12:30: ein
00:12:30: Schlüsselthema um existenzieller zu führen und zu Coaching in der Beratung, in den Dialog zu gehen.
00:12:39: Ich merke, dass wenn ich in Organisation bin dann erlebe ich oft viele Diskussionen, Diskurse Argumenten schlachten, Positions gegeneinander stellen.
00:12:55: Dialog meint was ganz anderes oder?
00:12:58: Ja ja genau ein Dialog ist ein Gespräch zwischen zwei Menschen zwischen einem ich und einem du oder kann auch in einer Gruppe stattfinden mit mehreren Dus dass ein Gesprächt das gekennzeichnet ist durch eine gegenseitige Offenheit.
00:13:25: Im Dialog will ich den anderen verstehen und im Dialog, will ich dem Anderen das sagen was ich von mir verstehe, was in mir sich auftut zu sprechen anhebt die Gedanken und Gefühle die mir kommen dass ich die Offenmitteile.
00:13:50: Dialog ist also offene Begegnung, Dialogen und Begegenung lassen sich gar nicht drinnen.
00:13:56: Dialogue ist das Mittel der Begegnung.
00:13:59: Begehnung heißt es treffen zwei Menschen auf die Ebene ihres Personseins zusammen du als Person und ich als Person.
00:14:10: Und was heisst das?
00:14:11: Als Person Das heißt in dem was mich im Wesen ausmachen.
00:14:19: Was ich ganz persönlich dazu denke, empfinde, fühle was mich ganz persönlich anspricht und bewegt das möchte ich dir sagen.
00:14:37: und der andere ist offen interessiert für das was mich was mir ganz persönlich wichtig ist.
00:14:51: Nicht in der Funktion, nicht in der Rolle, das sind dann weitere Elemente die unter Umständen auch bearbeitet werden sollen.
00:15:01: aber solange wir im Dialog sind sprechen wir über das wie ich was mir an diesem Projekt das Anlegen Die Sorge, die ich dabei habe.
00:15:18: Und der andere hört offen zu und ist dafür interessiert und kommt nicht gleich in Abrede oder Verteidigung oder in die Diskussion indem wir sachlich die Themen durchdiskutieren.
00:15:32: das ist nicht Dialog.
00:15:33: Dialog ist diese Begegnung auf wo wir uns als persönlich antreffen.
00:15:42: Und dann, umgekehrt bin ich offen und interessiert wie der andere das aufnimmt was er oder sie dazu denkt und sagt und fühlt und welche Erfahrung sie hat und was sich zutraut wo sie bedenken hat oder was sie gerne machen würde.
00:16:06: Das nehme ich dann wieder auf und lasse es bei mir ankommen.
00:16:10: In meiner Innerlichkeit, das ist so wichtig im Dialog muss innerlichkeit stattfinden.
00:16:17: Innerlichkeit zum Austausch kommen.
00:16:20: Wie es wirklich in mir schwingt welche Resonanzen es in mir hat wie ich dazu spüre fühle noch denke Und dass ich das wieder dann dem anderen in der Gegenrede sage und der dann wieder zuurten, so ist.
00:16:39: Zuhören und verstehen versuchen zum Ausdruck bringen was ich von mir verstehe und verstehen versuche was der andere mir sagen wird.
00:16:52: Das ist die Dialog und das ist das Schöne im Dialog.
00:16:57: Da kommen Menschen zueinander Und haben Einfluss aufeinander.
00:17:03: Man ist nach einer solchen, nach einem Dialog und eine Begegnung ein bisschen anders bereichert, angereichert von dem Tiefen und Echten und Ehelichen des anderen umgekehrt.
00:17:19: Das tauschen wir uns aus!
00:17:21: Darum ist Dialog- und Begegnung so grundlegend für eine gute Unternehmenskultur und ein gutes Miteinander.
00:17:29: Aus deiner Erfahrung würde mich interessieren, ich habe zu Beginn dieser Woche ein Gespräch gehabt mit zwei Geschäftsführungen einer Personalleitung und MIRRN.
00:17:38: Wir haben darüber gesprochen über eine neue Ausrichtung der Struktur des Unternehmens, der Organisation.
00:17:45: Das ist ja zunächst erstmal ein sehr sachliches Gespräch wo man Argumente austauscht.
00:17:54: Würdest du aus deinem Erfahrung sagen man kann beide Also ein sachliches Gespräch mit einem dialogischen Gespräch gut miteinander verbinden?
00:18:02: Oder sind das zwei ganz andere Gesprächsformen oder Gesprächsanlässe?
00:18:10: Ja, nein.
00:18:10: Das lässt sich schon verbinden!
00:18:13: Ich kann sachlich über eine Sache reden und ohne inne Beteiligung und einfach so... runterlesen oder aus dem Gedächtnis wiedergeben, oder einfach Argumente aufzählen.
00:18:31: Und der andere weiß gar nicht wo ich stehe und wo ich dahinterstehe.
00:18:37: Ich bringe einfach sachlich Dinge vor wie im Lehrbuch oder wie immer – das ist nicht Dialog!
00:18:43: Das wäre dann einfach Informationsaustausch.
00:18:46: oder da sind wir in einem Kontaktgespräch und sondieren sachliche Themen.
00:18:54: Zum Dialog wird diese Sachlichkeit, wenn dabei deutlich wird... auch wie ich es einschätze, was ich besonders wichtig finde.
00:19:06: Wo ich auch ein bisschen warnen würde oder wo ich eher ein Problem erwarten würde und so wenn ich mich Stellung nehmen dazu mit einbringe und meine Erfahrung mit einbringen Auch ein bisschen vielleicht mal meine Gefühle.
00:19:24: Das ist zwar gar nicht gebräuchlich in Unternehmen, aber das könnte schon in der Zukunft sein.
00:19:30: wenn die Sachlichkeit von der KI abgenommen wird dann wird ... Das Gegengewicht sein, den wir uns als Menschen darüber unterhalten.
00:19:39: Und das wird menschlich.
00:19:41: wenn wir auch sagen ja das macht mir ein bisschen Angst oder hier bekomme ich Bauchwebe nicht daran denke und da sind ja Wahrnehmungen sehr persönliche Wahrnehnung und wenn wir so offen und ehrlich sind dass sie uns das aneinander mitsteilen dann erreichen wir ein anderes Niveau des Miteinanders und auch der Themenfindung als es die KI kann.
00:20:07: Aber das bedeutet ja, dass wir uns Kräfte viel persönlicher sprechen müssen und auch sich viel mehr zeigen müssen... ...als Mensch und als Persönlichkeit Es ist ja oft in Unternehmen ein Risiko wenn man da Position bezieht persönlich erkannt wird als Personen.
00:20:26: Das bedeutet eine ganz andere Sicht eigene Stärke, sich das zu trauen in so einen Dialog reinzugehen.
00:20:36: Und da wird es so sagen... Das ist gar nicht so herausfordernd!
00:20:42: Das ist schon herausfordernder.
00:20:44: und um warum ist es herausfordern?
00:20:47: Du weißt dass ja... Das muss man auch irgendwie können.
00:20:52: Man muss den Mut haben, zu sich stehen zu können.
00:20:56: Es braucht eine Persönlichkeitsentwicklung und Bildung einen festen Boden in sich zu haben, um sich zu trauen aus seinem Schneckenhaus hinauszugehen und vielleicht auch etwas zu sagen was dem anderen jetzt nicht so gefällt.
00:21:15: Was er gar nicht hören möchte über sein Problem aufwirft oder so ohne die gleiche in der Angst zu unter der Angst zu verschwinden, nun verletzt zu werden, abgewertet zurückgestoßen zu werden oder die Karriere zu versauen und irgendwelche Ängste auftauchen.
00:21:38: Sondern zu sich stehen zu können und dies auch zu zeigen.
00:21:41: Das braucht Zivilcourage das braucht Mut und es braucht einen guten inneren Bezug zu sich selbst der natürlich gefestigt wird, wenn ich auch in guten Beziehungen stehe.
00:21:53: Partnerschaftsbeziehung, Familie, Freunde und Unternehmen gute Beziehung habe dann geht das alles viel leichter.
00:22:01: aber hier braucht es wirklich Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und Klarheit im Umgang mit sich selbst Auch mit seinen Gefühlen Mit seinen Impulsen.
00:22:14: Man muss sich auch etwas kennen und kennen gelernt haben.
00:22:19: Und Erfahrungen so haben wie andere Menschen, was andere von mir halten, wie ich auf sie wirke und das auch Kritik gut annehmen zu können.
00:22:31: Dann werde ich gefestigt in meiner Persönlichkeitsstruktur und in meiner geistigen Persönlichkeit die ja eine Strahlkraft hat.
00:22:42: Das erlebe ich immer wieder, was du sagst.
00:22:45: Dass wenn man dialogisch und persönlich in Gespräche geht... ...dass das zu einer Klarheit führt zu einer ganz anderen Substanz auch von Ergebnissen in Gesprächen.
00:22:55: Ich kenne das oft dass man in reinen sachlichen Diskussionen nicht zu einem Ende kommt Nicht zu einem Durchblick worum es jetzt eigentlich geht In der Thematik nicht zu einer klaren Entscheidung.
00:23:08: Wenn man persönlich spricht Ist das manchmal anstrengender, aber wertvoller?
00:23:17: Das schließt nicht aus dass dem dazwischen durch oder dem vorausgehend auch eine Diskussion stattfindet.
00:23:24: Dass Argumente und Gegenargumente ausgetauscht werden Und in der Diskussion geht es ja eigentlich mehr um die Überlegenheit, um das Recht haben.
00:23:37: Was ist der stärkere Argument?
00:23:38: was zieht da mir?
00:23:41: Oft ist es so, dass Argumente und Gegenargumente sich ziemlich die Waage halten.
00:23:46: Und das braucht dann einfach eine Entscheidung.
00:23:49: Die wird persönlich getroffen da.
00:23:51: Sollten wir darauf schauen was ist jetzt für mich Stimmiger?
00:23:56: Ich habe Argument- und Gegenargument.
00:23:58: Das ist Wissen ist die Basis.
00:24:01: Natürlich.
00:24:01: auf der Basis dieses Wissens geht es nun in das Spüren.
00:24:07: Was erscheint mir nun zielführender, zukunftsträchtiger besser zu sein.
00:24:17: Weniger Risiko behaftet oder geeigneter für unsere Mannschaft und so weiter.
00:24:23: Und das ist eigentlich ein phänomenologisches Erspüren.
00:24:31: Ein Bauchgefühl eine Intuition die ich habe was tiefer geht, was hinter die Dinge schaut.
00:24:41: Was ein bisschen einen Blick in die Zukunft mit sich bringt.
00:24:46: und diese Ebene kommt in der Diskussion nicht wirklich allein.
00:24:51: Die kommt dann aber im Gespräch und wenn wir uns über das auch noch austauschen Dann haben wir wirklich schöne gemeinsame Entschlüsse und Projekte wo wir als Personen und Menschen dahinter stehen können die wir tragen und uns gerne engagieren dafür.
00:25:11: Wenn ich das erlebe in meiner Praxis in Unternehmen, dann scheitert der Dialog oft daran... dass man das Gefühl hat, man darf gar nicht so sich zeigen als Person.
00:25:24: Das gehört nicht zum Business, das ist nicht professionell.
00:25:28: Genau!
00:25:29: Das würdest du nicht so sehen?
00:25:32: Das ist sehr verbreitet.
00:25:36: Man unterscheidet zwischen Beruf und Privat.
00:25:39: Und Gefühle gehören nicht in den Beruf, Verstand und Intellekt gehören aber in dem Beruf.
00:25:50: Befindlichkeiten gehören auch nicht ins Unternehmen.
00:25:55: Da wird der Mensch kastriert ausgeschlossen geschwächt mit seinem vitalen Potenzial Denn wir sind ja nicht nur Kopfmenschen.
00:26:09: Wir haben viel größer als der Kopf, ist der Leib und wir haben Extremitäten!
00:26:17: Und im Leib pulsiert ein Herz und da ist ein spürender Bauch und wenn das alles abgeköpft wird oder halt abgekörpert wird dann wird wirklich die vitale Kraft und das Lebendige ausgeschlossen Und das ist sehr schade, damit geht Unternehmen wirklich Kapital verloren und auch Motivation von den Mitarbeitern.
00:26:43: Und Geld geht verloren!
00:26:45: Denn wenn wir das dazunehmen – wenn wir vital beteiligt sind an den Projekten weil wir sie spüren und fühlen, den Wert fühlen denn sie haben.
00:26:56: Und nicht nur rational sagen ja das wird schon der Geld bringen oder so sondern ich fühle auch das ist wichtig und es ist gut und ich spüre auch dass das eine Auswirkung hat für die Zukunft und dass das einfach stimmt, dass das zusammenpasst mit unseren Alten Produkten und mit unserer Kundschaft.
00:27:26: Dann bin ich einfach drin, und zwar mit der ganzen Kraft!
00:27:32: Und wenn ich Gegenargumente bekomme oder gegen wenn die etwas schief geht dann bin ich trotzdem überzeugt von dem was da so wichtig und gut für mich ist.
00:27:44: Ich lass mich natürlich auch umstimmen und überzeugen wenn sich erweist dass das doch nicht so geht.
00:27:51: Also sachliche Argumente, Erfahrungen sind immer wichtig.
00:27:55: Dass sie mit einbezogen werden und dass unsere gefühlsmäßige Wahrnehmung und das Spüren dazu darauf bezugnimmt.
00:28:03: Aber ohne diese vitale Kraft, ohne die Körperlichkeit, ohne eine leibliche Präsenz, ohne diese psychische Vitalität verarmt unser Zusammenleben.
00:28:17: Es wird grau und blass und kränkelt so intellektuell hüstelnd, rational begründend vor sich hin.
00:28:31: Und ist nicht befriedigend.
00:28:33: Dann können wir im Unternehmen
00:28:36: nicht
00:28:36: leben.".
00:28:36: Das ist ja oft erleblich so viel Langeweile in Unternehmen und so wenig Energie zu sein.
00:28:44: Dialog ist also das Versuch die Kastrierung des Menschen in Organisationen zu vermeiden?
00:28:50: Das ist gut gesagt.
00:28:52: Lass uns zum Abschluss unsere Zuhörerinnen und Zuhörer sind ja in ihrer Praxis tätig, hast du einen Tipp?
00:29:01: Wie kann man Dialogfähigkeit für sich üben?
00:29:05: ein bisschen Schule?
00:29:07: Der Dialog mit dem anderen Menschen hat eine Voraussetzung.
00:29:15: der kann nur gut werden wenn ich gut im Dialog sprechen.
00:29:27: Also man muss das nicht laut tun, dann wird es auffällig aber im inneren Gespräch mit sich sein.
00:29:34: Mit sich selber sprechen über das was ich jetzt gerade tue, was ich getan habe und was ich vorhab.
00:29:42: Bevor ich einschlafe sollte ich immer noch ein bisschen mit mir reden über den Tag und wenn ich aufwache sollte ich gleich beginnen mit mir zu sprechen was der Tag wo er bringen wird, was mich da erwartet und wie es mir dabei geht.
00:29:58: Worauf ich mich freue und wo ich vielleicht ein bisschen bange Gefühle habe mit mir im Gespräch sein während der Arbeit zwischendurch... Ich empfehle zwischndurch mal auf die Toilette zu gehen und eine Minute ganz mit sich allein zu sein.
00:30:16: Das sind so oder ins Fenster zu gehen um tief durchzuatmen.
00:30:21: das sind zum kleine Zubringer, die es helfen, dass ich mit mir besser sein kann und im Gespräch sein kann.
00:30:34: Und aus dem heraus mit dem anderen sprechen.
00:30:39: dann kann Dialog gut gelingen.
00:30:42: Selbstgespräche als Element existenzieller Führung?
00:30:48: Ja ganz wichtig danke!
00:30:51: Ich danke dir Alfred, ich danke unseren Zuhörern Zuschauern auf eine gute Zukunft in Unternehmen und Organisation existenzieller werden, in Führung und Coaching.
00:31:04: Vielen Dank und bis zu unserem nächsten Podcast!
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